
Auf dem Höhepunkt des italienischen Bel Design, Mitte der 60er Jahre, begannen junge Studenten heftig gegen die etablierte Designszene zu rebellieren. Sie gründeten Designgruppen wie Superstudio, Archizoom oder Studio 65 und fassten den gesamten Designprozess als „radikale“ Verhaltensform auf. Die Gruppen entwarfen vereinzelt Möbelstücke – einige sind zu Klassikern dieser Bewegung geworden wie etwa der Sessel Blow (von de Pas, d’ Urbino, Lomazzi und Scolari, 1967), der Hocker Puffo (Ceretti, Derossi, Rosso – 1970), der Sessel Capitello (Studio 65, 1971) oder der Ruhesessel Donna (Gaetano Pesce, 1969). Diese Möbel werden heute wieder neu aufgelegt. Vieles von dem, was die Radical-Designgruppen entwickelt haben, ist allerdings auf dem Papier geblieben: Sie legten den Schwerpunkt auf eine grundlegende Reflexion der Designprozesse, verfassten theoretische Aufsätze und Manifeste oder entwickelten Negativ-Utopien.
Eröffnung der Ausstellung ›Architettura radicale – Anti-Design 1965–1975‹
mit einer Führung von Frau Prof. Dr. Gerda Breuer
am Mittwoch, den 5. November 2008
um 18:00 Uhr, in der Universitätsgalerie Kolkmannhaus, 42103 Wuppertal
Die Ausstellung läuft vom 6. November bis zum 10. Dezember und ist samstags und sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet.
Weitere Informationen finden Sie in der Einladungskarte im Anhang und auf
www.fbf.uni-wuppertal.de/Fachbereich_aktuell/Ausstellungen

