
Der Studiengang Kommunikationsdesign wird an der Uni Wuppertal auslaufend eingestellt!
Der Fachbereich Design/Kunst wird neu strukturiert!
Die Bergische Universität Wuppertal wird den Fachbereich Design/Kunst neu strukturieren und sich künftig auf die Studiengänge Industrial Design, Mediendesign/Designtechnik, Farbtechnik/Raumgestaltung sowie Kunst konzentrieren. Dies wurde heute nach einer gemeinsamen Sitzung von Hochschulrat und Rektorat bekannt gegeben. Danach wird der Studiengang Kommunikationsdesign (B.A.) auslaufend eingestellt. Eine Einschreibung ist letztmalig zum Wintersemester 2009/10 möglich. Alle Studierenden des Fachs Kommunikationsdesign erhalten die Möglichkeit, ihr Studium vor Ort abzuschließen. Insofern wird es Kommunikationsdesign in Wuppertal noch fünf Jahre geben, wobei eine Kooperation mit der Folkwang Hochschule (Essen) beidseitig angestrebt wird.
Gefunden und im selben Wortlaut nachzulesen hier:
www.presse.uni-wuppertal.de
—
Reaktionen in der Presse >HIER
———————————————–
Kommentar von uns:
Wir alle empfinden Unmut über diese Entscheidung und finden sie tragisch, traurig, nicht richtig, unfair, falsch, sind sauer, aufgebracht, enttäuscht, wütend, zornig, … – aber bitte macht euch ohne persönliche Beleidigungen, Anfeindungen und persönliche Angriffe Luft. Kommentare dieser Art werden wir nicht freigeben.


13 Comments
1 Thomas Schekalla wrote:
Eine Schande ist das! Und eine maßlose Unverschämtheit!
2 Linda wrote:
Skandal!
Vor zwei Monaten waren wir noch der “zukunftsträchtige Studiengang”, die einzige Uni Deutschlands, die einen akkreditierten Bachelor für KD vorweisen konnte und jetzt verzichtet man einfach so auf dieses Paradepferd zu Gunsten von “Mediendesign”?! Unglaublich. Unglaublich dumm.
3 Kristine wrote:
Schweine!
4 Ines wrote:
Da wird einem beim Aufnahmegespräch für das Wintersemester noch die heile Welt vorgespielt und eigentlich ist schon alles entschlossen. Als ob das erst seit gestern feststeht. Eine Unverschämtheit gegenüber den Bewerbern!!! Erst aus der Zeitung erfährt man dann die Wahrheit.
Ich finde dazu einfach keine Worte!!!
Ein Armutszeugnis!
5 Wortreich wrote:
Trotz gegenläufiger Bekenntnise wurde hier ein interner Machtkampf auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen. Entweder war dies schon sehr viel länger geplant, oder man hat die Gelegenheit genutzt, dem Studiengang in dieser äußerst labilen Phase aus rein wirtschaftlichen Gründen den Gnadenschuss zu versetzen.
Sogar die Spin Doctors der Pressestelle besitzen die Dreistigkeit, dies als “Neustrukturierung” schön zu reden. Wer noch immer glaubt, Hochschulpolitik hätte irgendetwas mit Erhaltung und Verbesserung der Lehre zu tun, wird heute eines Besseren belehrt.
Die Verzögerungstaktik von Herrn Koch ist übrigens ein gängiges taktisches Mittel bei Verhandlungen. Man macht scheinbar Zugeständnisse oder versichert Solidarität, um Proteste abzuschwächen oder darauf zu spekulieren, dass sie irgendwann im Sande verlaufen.
Jetzt soll jeder möglichst die Scheuklappen ausfahren und sich auf seinen eigenen Werdegang konzentrieren – so will es die Hochschulleitung vermutlich. Aber ist das wirklich eure Vorstellung von Demokratie, von Mündigkeit und Selbstbestimmung?
Wenn hier noch irgendetwas bewegt werden soll, dann kann dies nicht länger mit konstruktiven Beiträgen geschehen, denn diese wurden bisher mit sträflcher Arroganz ignoriert.
6 Dirk wrote:
Hinterhältiges Pack!
Da bin ich ja mal auf die offizielle “Begründung” gespannt.
7 Björn wrote:
Was für eine Sauerei. Trifft einen schlimmer als ein Schlag ins Gesicht.
Hochachtung an alle, die bis zum Schluss so engagiert für uns alle gekämpft haben und jetzt so maßlos enttäuscht wurden.
Für die Rettung der Banken ist so viel Geld da aber für einen kleinen “zukunftsträchtigen” Studiengang nicht.
Merkt euch alle für die Zukunft: Macht keine Geschäfte mit jemandem, der das Wort “zukunftsträchtig” benutzt.
8 Björn wrote:
Ach ja: ÄRSCHE!
9 Esther wrote:
Ich kann mich hier nur allen Vorrednern anschließen.
Es ist traurig und eine Riesensauerei. Schön langsam aber sicher wurde unser Studiengang aufs Abstellgleis geschoben. Das sind also die neuen Möglichkeiten die nach einer erfolgreichen Akkreditierung offen stehen. Zum kotzen.
10 Hanna wrote:
Was soll man dazu noch sagen?
Wir haben gekämpft, argumentiert und verloren!
Aber wir sind wenigstens nicht diejenigen, die hier leere Versprechungen machen oder vor der Presse die weiße Weste zeigen.
Der Rektor wird vielleicht wirtschaftlich denken, er mache einen Gewinn.
Rechnerisch vielleicht!
Denn leider kommen in der Gewinn und Verlust Rechnung keine Qualitäts-Faktoren oder ähnliches vor.
Aber intern scheint das alles schon länger entschieden. Oder warum schreibt man eine Professur für Mediendesign aus?
Hier zählt nicht die Qualität, sondern die Quantität.
Das Land braucht scheinbar keine Designer, das Land braucht Fachidioten!
11 Zolp wrote:
Ach darum gings!
Man wollte auch ein “Design” in der Fachbezeichnung.
Kann ich verstehen, klingt schick und macht mehr her als das deutsche Synonym.
Unfassbar das Ganze.
Bin gespannt auf das forensische Gutachten…
12 Siegfried wrote:
Kommunikationsdesign: was bedeutet das eigentlich? Ein Kommunikationsdesigner ist ein Problemlöser, ein Brückenbauer, der alle zur Verfügung stehenden Mittel und Wege bedenkt um dann die beste Lösung zur Vermittlung von Werten und Wissen zu nutzen. Miteinander und nicht gegeneinander, Kompromisse eingehen heißt nicht; zu verlieren. Denken und dann handeln ist allemal besser als kopflos handeln und das Nachdenken nur den anderen überlassen. Das Ergebnis von solchen Handlungsweisen sind Missverständnisse und Blockaden. Wer KD studiert und dann mit der gestreckten Lanze in den Händen dem Gegenüber entgegenrennt, der wird, wenn er nicht schon vorher fällt, entkräftet beim Feind ankommen und gnadenlos massakriert werden. Nachhaltigkeit, Besonnenheit und Geschlossenheit ist bei diesem Streit leider vergessen worden. Wer seinem Ziel nicht gewachsen ist, der muss sich verbünden. Nie zum alleinigen Selbstnutzen, sondern auch zum Wohl seiner Mitstreiter.
In einem Zimmer, in dem es schon seit vielen Jahren mufft, wird nur durch gründliches Lüften die nötige Frische zurückkehren. Ein billiges Raumspray (lass es auch ruhig ein teures sein) bringt nur kurzfristig Abhilfe, egal wie schön und verheißungsvoll die Verpackung gestaltet ist.
Hier kämpft nicht David gegen Goliath. Hier kämpft David mit sich selbst. Wer diese Erkenntnis besitzt, der ist verpflichtend zum Handeln gezwungen.
13 Designerfreund wrote:
Liebe Designerinnen und Designer,
Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie sehr mich diese Nachricht betroffen gemacht hat – ohne, dass ich KD-Student wäre! Ich selbst habe vor Studienbeginn (Geisteswissenschaften) eine Ausbildung im KD-Bereich absolviert und fühle mich auch darum mit dem Fach verbunden. Allerdings ist es immer schlimm, wenn ein Studiengang eingestellt wird – besonders unverständlich ist dies allerdings angesichts des positiven Bildes, welches die Wuppertaler Universität bislang in Sachen Design zu vermitteln imstande war. Hier wird meines Erachtens ohne jeglichen Sachverstand gehandelt. Die Universitätsleitung hat ein zweifelhaftes Leitbild, ein Profil der Hochschule, erstellt und meint nun, die Uni an dieses Bild anpassen zu müssen. Leider ist ein solches Denken eine der vielen negativen Folgen der „wirtschaftlichen Ausrichtung“ der Uni, somit ist es bezeichnend, dass der Hochschulrat (wie viele Designer sitzen darin..? Ohne es nachgeprüft zu haben, behaupte ich: Null!) eine solche Entscheidung fällt.
Mir tut es unendlich leid für Euch alle und darum möchte ich an dieser Stelle klarstellen, dass Ihr Euch meiner Solidarität (und auch der einiger Kommilitoninnen und Kommilitonen) sicher sein könnt. Macht eine Demo: ich bin dabei! Blockiert die Eingänge: ich stelle mich dazu! Gebt Unterschriftenlisten herum: ich unterschreibe als Erster!
Ein schwarzer Tag für Kreative und Freidenker. These: Leute wie Ihr sind weniger systemkonform und machen natürlich u.U. mehr Probleme, gehen auf Demos und haben ihren eigenen Kopf. Wirtschaftswissenschaftler sind da natürlich deutlich einfacher zu handhaben.
Aber vielleicht denke ich auch nur zu schlecht von Menschen…
Solidarische Grüße.
Designerfreund